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Ada Lovelace

Ada King, Countess of Lovelace,
geb. Byron (1815-1852)

1815    Ada wird am 10.12. als Tochter von Lord Byron, dem berühmten Dichter der Romantik, und Anne Isabella Noel in London geboren. Die Eltern trennten sich als Ada wenige Wochen alt war. Ihren Vater lernte Ada nie kennen. Die Mutter erzieht die Tochter standesgemäß. Ungewöhnlich sind dennoch die Fächer, in denen Ada als Mädchen Privatunterricht bekommt: Mathematik und Astronomie. 

1828     Ada interessiert sich immer stärker für technische Maschinen und besucht naturwissenschaftliche Ausstellungen. Bald lernte sie die Mathematikerin Mary Somerville (1780-1872) kennen. Mary Somerville ermutigte Ada, ihr Wissen in Mathematik und Technik zu vertiefen und führte sie in die wissenschaftlichen Kreise Londons ein. 

1834    hörte sie von Charls Babbages (1791-1871) Idee, einer neuen Rechenmaschine, der Difference Engine. Sie führte einen umfangreichen Briefwechsel mit dem Ideengeber. 

1840    begann Ada eine Korrespondenz mit Augustus De Morgan (1806-1871), dem ersten Mathematikprofessor an der Universität London, um wenigstens auf diese Weise, ihre Studien fortsetzen zu können.  

1842    übersetzte Ada einen italienischen Artikel über Babbages zweites großes Rechenmaschinenprojekt - die Analytical Engine. Babbage ermutigte sie, sich mit der Maschine weiter zu beschäftigen und eigene Anmerkungen dazu zu verfassen. Zusammen arbeiteten sie die Algorithmen für die Analytical Engine aus. Adas Vorschlag zur Berechnung von Bernoulli Zahlen wird heute als das erste Computerprogramm angesehen. In der britischen höheren Gesellschaft wurden Adas Interessen immer mehr als kurios und unangemessen angesehen. Zur damaligen Zeit entsprach ihr Verhalten nicht der Rolle der Frau. Bald geriet auch Babbage unter gesellschaftlichen Druck und die Zusammenarbeit wurde abgebrochen. Adas Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Enttäuscht wandte sie sich versuchsweise der Erforschung der Elektrizität und der Musik zu. 

 1852    Ada Lovelace stirbt am 27.11 in London.

Ada Lovelaces mathematisches Verständnis zeichnete sich durch außerordentliches Vorstellungsvermögen aus. Sie war davon überzeugt, dass eine Maschine eines Tages dafür genutzt werden könne, komplexe Musikstücke zu komponieren und Graphiken zu erstellen, und sowohl wissenschaftliche wie praktische Anwendung finden werde.